... in unserem neuen Projekt in Shebedino, Äthiopien
Das vergangene Jahr war für unzählige Menschen und viele Länder weltweit ein sehr schwieriges Jahr. Es überraschte auch nicht sonderlich, dass gerade denjenigen Gegenden, die ohnehin mit Armut zu kämpfen haben, durch die Pandemie besonders stark getroffen wurden. Und in unserem Projektland Äthiopien kamen sogar noch mehr Probleme hinzu.
Im Jahr 2020 litt Äthiopien nicht nur unter der Corona Pandemie mitsamt ihrer wirtschaftlichen Folgen, sondern auch unter einer großen Heuschreckenplage – am gravierendsten jedoch war für das Land wohl der Konflikt um unsere Projektregion Tigray, der sich ab Mitte des Jahres zugespitzt hatte und in kriegerischen Auseinandersetzungen ab November gipfelte.
Seit dem 4. November ist Tigray nun faktisch von der Umwelt abgeschnitten, Reisen und Transporte sind nicht mehr möglich, Telefon-, Internet- und Postverbindungen sind unterbrochen. Auch unsere Partner-NGO Green Ethiopia hat seit Anfang November keine Verbindungen mehr zu den Projekten vor Ort (20% der Projekte der Organisation befinden sich in Tigray).
Während wir also momentan keine Informationen mehr über den Stand der Projekte in Tigray haben, gehen Green Ethiopias weitere Projekte in den anderen Regionen weiter. Deshalb wird Photocircle ab jetzt Bäume in einem anderen Teil Äthiopiens pflanzen: in Shebedino.
Das neue Projektgebiet liegt im Süden Äthiopiens, in der Sidama Region. Die Region hat ein eher tropisches Klima mit relativ viel Niederschlag. Entsprechend sind die Wachstumsbedingungen für ausgewählte Bäume recht gut, Getreideanbau ist hingegen nicht möglich, vielmehr leben die Bauern vor Ort von der Hand in den Mund.
Die Sidama Region ist bekannt für besonders guten Wildkaffee, daher sind Kaffeepflanzen ein wichtiger Bestandteil von Green Ethiopias Projekten in der Region – denn nur in Kombination mit dem Schatten von Waldbäumen kann gute Kaffeequalität erreicht werden!
Als Konsequenz des tropischen Klimas ist die Humusschicht eher dünn, entsprechend sind die Folgen von Erosion umso drastischer und bei fehlendem Naturschutz verlieren die Bauern sehr schnell die natürlichen Ressourcen, die ihr Überleben in ihrer Heimat erst ermöglichen.
Unser neues Projekt liegt in der Gemeinde Shebedino und begann Ende 2018. Es wird mithilfe einer lokalen Frauengruppe umgesetzt, unter der Leitung der Integrated Women Development Association, mit welcher Green Ethiopia bereits seit 2009 zusammenarbeitet und seither – gemeinsam mit einer Vielzahl lokaler Frauengruppen – viele Aufforstungen realisiert hat.
Dank der Aufforstungen, der verbesserten Bodenqualität sowie gesteigerter Feuchtigkeit im Boden am Fuße der aufgeforsteten Hügel können die Bauern ihr Land vielfältiger bewirtschaften und damit die Ernährungs- und Lebenssituation deutlich verbessern. Die Integrated Women Development Association hat vielfältige Erfahrungen mit Bienenzucht und Honigproduktion, Gemüseanbau, Hühnerzucht für Eier, Milchkuhhaltung, Produktion und Verkauf holzsparender Öfen, Fischzucht und vieles mehr.
Timeline und Parameter für das Projekt
Januar 2021: Beginn der Setzlingsproduktion >>>März / April: Vorbereitung des Pflanzgebietes >>>Juni / Juli: Auspflanzung >>>Ab Juni für fünf Jahre: Schutz und Bewachung der Pflanzen
Waldbäume insgesamt: 250.000
Fruchtbäume insgesamt, inkl. Kaffee: 50.000
Mitglieder Frauengruppe: 30 junge Frauen (alle haben sich verpflichtet, bei den Aufforstungen mitzuhelfen und den Wald zu schützen)
Ein Teil des Lohnes von der Arbeit in der Baumschule) in ein gemeinsames Sparkonto einbezahlt, für Folgeaktivitäten. Diese werden im Anschluss an die Setzlingsproduktion (ca. Juni 2021) gemeinsam mit den Frauen beschlossen
Danke für Dein Feedback! Wir kümmern uns schnellstmöglich um Dein Anliegen.
134.587
Seit 2021 konnten wir dank unserer Bildverkäufe bereits 134.587 Bäume pflanzen.
Diese Bäume werden innerhalb der nächsten fünf Jahre ca. 10.766.960 kg CO₂ aufnehmen und verbessern zudem die Lebensbedingungen der Menschen vorort.
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