Johann Oswald scherzt, dass er wohl durch seine japanische Herkunft die Liebe zur Fotografie entdeckt hat. Er liefert uns immer wieder stimmungsvolle Bilder von großen und kleinen Momenten. So zeigt Johann Oswald eine wilde Großstadt wie São Paulo plötzlich gezähmt in blauer Abendstunde und bunte Lampions leuchten einem entgegen als laufe man selber auf den Straßen Singapurs.
Sinagapur, China Town
Wer ist denn eigentlich Johann Oswald?
Ich lebe in der Nähe von Stuttgart und arbeite in einer Medienproduktionsfirma als CGI-Artist. Dabei erstelle ich 3D-Visualisierungen am PC, hauptsächlich für den Print-Bereich.
Fotografiert habe ich schon immer gerne, aber meine erste ‚richtige‘ Kamera habe ich mir erst 2008 angeschafft. Seitdem ist die Fotografie nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken und ich lerne jeden Tag dazu.
Was zeichnet einen guten Fotografen aus?
Ich denke, dass ein guter Fotograf sensibel und aufmerksam sein sollte, um die speziellen Momente und die schönen kleinen Dinge im Leben wahrzunehmen. Wichtig ist dabei, ein offenes und wachsames Auge mit einem guten Gefühl für Perspektive, Komposition und Licht.
Der Muschelsammler, Thailand
Was möchtest du als Fotograf erreichen?
In erster Linie geht es mir als Fotograf darum, Situationen und besondere Momente festzuhalten, die ich persönlich interessant und schön finde, um Menschen damit meine Sicht der Dinge aufzuzeigen.
Ganz egoistisch gedacht, möchte ich aber auch einfach, dass den Menschen meine Bilder gefallen. Ein bekanntes Zitat besagt: „Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.” Wenn ich das mit meinen Bildern erreiche, bin ich schon glücklich.
Dein Lieblingsland zum Fotografieren und warum?
Ein Lieblingsland in dem Sinne habe ich eigentlich nicht, weil ich denke, dass jedes Land auf seine eigene Art und Weise einzigartig und spannend zum fotografieren ist. Ich erinnere mich aber immer gerne an meine Reise nach Thailand zurück. Vielleicht deswegen, weil sich die Kultur und die Landschaft stark von unserer unterscheidet und so entdeckt man schnell Neues und Unbekanntes, das man festhalten möchte.
Auch sehr spannend finde ich mein Geburtsland Brasilien und im speziellen die Stadt São Paulo, weil es eine facettenreiche Stadt mit extremen Kontrasten zwischen arm und reich, groß und klein, modern und alt,…, ist. Man spaziert durch die Straßen der unterschiedlichen Stadtteile und entdeckt hinter jeder Ecke etwas Neues. Länder, die ich gerne irgendwann in einer fernen Zukunft bereisen und fotografisch erkunden will, sind Island und Japan.
São Paolo
Dein/e Lieblingsfotograf/in?
Für mich definitiv Steve McCurry. Ich bewundere und beneide ihn für die Bilder, die er auf seinen Reisen aufnimmt. Er porträtiert Menschen in ihrem urbanen oder ländlichen Umfeld und dabei gelingt es ihm, die jeweilige Situationen genau im richtigen Moment einzufangen und schafft direkt Empathie zwischen dem Betrachter und den abgebildeten Personen. Jedes einzelne Bild weckt Emotionen und beim Anschauen denke ich nur “Wow…”.
Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?
Meine erste ‚richtige‘ Kamera war die spiegellose Systemkamera GF-1 von Panasonic. Dem Micro-Four-Thirds-System bin ich treu geblieben, aber heute fotografiere ich hauptsächlich mit der Olympus Om-D EM-5. Sie ist schön klein und handlich und passt immer in die Tasche.
Die Geschichte hinter einem Deiner Bilder. Gibt es ein Bild, dass Dir besonders am Herzen liegt? Warum?
Da fällt mir ganz spontan als allererstes das Bild ‚Auf See‚ ein. Es entstand während einer Insel-Hopping-Tour im Süden Thailands, bei der wir am Ende des Tages, als wir schon wieder auf dem Rückweg waren, in ein Unwetter mit starkem Wind und kräftigem Regen geraten sind. Das Boot schaukelte heftig in den Wellen und während alle Touristen verängstigt waren und vergeblich versuchten, sich und ihre Sachen trocken zu halten, blieb der Mann mit den Tattoos ganz cool und gelassen sitzen und er schien es sogar zu genießen. Die Situation fand ich so spannend, dass ich sie unbedingt festhalten musste.
Auf See in Thailand
Dein nächstes Projekt?
Das nächste Reiseziel, auf das ich mich schon sehr freue, wird Südostasien, wahrscheinlich wieder Thailand sein.
Ein paar Lieblingsbilder von dir?
Yellow Fiat, Amalfi
Karussell am Eifelturm
Johann Oswald unterstützt mit seiner Photocircle-Galerie neun Bildungs- und Entwicklungsprojekte weltweit. Da seine Bilder farblich sehr intensiv sind, empfehlen wir für den Druck seiner Bilder besonders unsere Acrylglasbilder.
Vielen Dank!
Danke für Dein Feedback! Wir kümmern uns schnellstmöglich um Dein Anliegen.
134.587
Seit 2021 konnten wir dank unserer Bildverkäufe bereits 134.587 Bäume pflanzen.
Diese Bäume werden innerhalb der nächsten fünf Jahre ca. 10.766.960 kg CO₂ aufnehmen und verbessern zudem die Lebensbedingungen der Menschen vorort.
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