Martin Wasilewskis Weg in die Fotografie begann in der Kindheit mit einer tiefen Naturverbundenheit. Schon früh hielt er Tiermotive mit dem Bleistift fest, später folgte die Kamera. Erste digitale Aufnahmen entstanden auf Reisen abseits des Massentourismus – und schnell wurde die Fotografie zu einer Leidenschaft. Besonders prägend war eine einjährige Reise durch Australien, auf der er mit zwei Kompaktkameras unterwegs war. „Wir erkundeten die Bundesstaaten im Osten des Kontinents und teilten Erlebnisse, die schwer in Worte zu fassen sind.“ Die Fotografie brachte ihn dazu, intensiver hinzusehen, geduldiger zu werden, aber auch, sich technische Fähigkeiten autodidaktisch anzueignen.
Im Interview spricht er über seine fotografische Reise, die Faszination abgelegener Orte und warum für ihn der Moment wichtiger ist als perfekte Technik.
Martin, wie hat deine Reise in die Fotografie begonnen? Gab es einen Schüsselmoment?
Ich war schon als Kind sehr gerne in der Natur unterwegs und habe damals meine Faszination für Tiere z. B. mit dem Bleistift skizziert. Mit Anfang 20 entwickelte sich zunehmend großes Fernweh. Meine Partnerin und ich begannen Europa zu bereisen und fernab vom Pauschaltourismus zu erkunden. Mit einer Digitalkamera habe ich zunächst alles dokumentiert, was mich faszinierte. Das waren schon immer Landschaften, Städte und historische Bauwerke aus Antike oder Mittelalter. Dieses Fernweh führte uns für ein Jahr nach Australien, wo ich meine fotografische Entwicklung mit zwei Kompaktkameras vertiefte.
Deine Bilder haben eine ganz besondere Ruhe und Tiefe – wie würdest du selbst deinen fotografischen Stil beschreiben?
Einen konkreten Namen würde ich meinem Stil nicht geben. Ich habe autodidaktisch gelernt, welche Zutaten es braucht, um stimmungsvolle Bilder zu kreieren. Ich bin ein Träumer, und Landschaftsgemälde oder -fotos haben mich schon früh in ihren Bann gezogen. Der Goldene Schnitt oder die Drittelregel waren für mich intuitiv, noch bevor ich davon las.
Welche Motive oder Landschaften ziehen dich am meisten an – und warum?
Ich liebe wilde, abgelegene Orte. Morgens auf einem Gipfel zu stehen und mit dem Teleobjektiv erwachende Täler abzusuchen, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Auch die Steilküsten auf Rügen haben es mir angetan, besonders bei „schlechtem“ Wetter, wenn kaum jemand unterwegs ist.
Du bist viel unterwegs – wie planst du deine Fototrips? Spontan oder durchorganisiert?
Ich plane viel über Karten und Wetter-Apps. Selbst Familienurlaube strukturieren wir nach Naturkulissen. Das ist dann zwar kein Erholungsurlaub, aber morgens geht’s raus zum Fotografieren und danach zurück zur Familie.
Wie wichtig ist dir das Licht in deinen Bildern – und arbeitest du eher mit natürlichem Licht oder auch mit künstlicher Beleuchtung?
Das richtige Licht zu finden ist für mich ein echter Glücksmoment. Ich nutze ausschließlich natürliches Licht – außer bei Stadtaufnahmen. Oft ist das Foto im Kopf schon fertig, bevor ich auslöse.
Gibt es ein Foto, auf das du besonders stolz bist? Und was macht es für dich so besonders?
Besonders eindrucksvoll war ein Sonnenaufgang am Hintersee oder Nebelaufnahmen vom Kragenjoch. Oder der Vollmond über Leipzig vom schwankenden Rosentalturm aus. Die Geschichte hinter dem Bild zählt oft mehr als das Bild selbst.
Viele deiner Bilder wirken fast meditativ. Spielt das Thema Achtsamkeit oder Naturverbundenheit eine Rolle in deiner Arbeit?
Absolut. Ich versuche respektvoll mit der Natur umzugehen und das auch meinen Kindern zu vermitteln. Wir sammeln z. B. Müll in Parks und reden über Naturschutz. Ich hoffe, durch meine Bilder zum Nachdenken anzuregen.
Was war der herausforderndste Ort, an dem du je fotografiert hast – und wie bist du damit umgegangen?
Nachts allein unterwegs zu sein, ist oft eine mentale Herausforderung. Oder der Rosentalturm in Leipzig mit meiner Höhenangst. Aber für das perfekte Bild überwinde ich mich.
Mehr Bilder von Martin Wasilewski findest du hier in seiner Galerie auf Photocircle.
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